Neues Dach, neue Fassade: 6,5 Millionen für Stieler-Schule

Mehr Platz: Der Verwaltungstrakt wurde um die Hälfte vergrößert und an die Vorderseite des Gebäudes angebaut (vorne rechts). Foto: Sebastian Mannert

FULDA. Erweiterung, energetische Sanierung der Gebäudehülle und Neugestaltung der Räume: Der Landkreis Fulda investiert rund 6,5 Millionen Euro in den Ausbau der Eduard-Stieler-Schule in Fulda. Besonders auffallen dürfte dabei die komplette Erneuerung der Fassade, die nun je nach Lichteinfall in verschiedenen Farben schillert.

Begonnen haben die Bauarbeiten an einer der größten Schulen des Landkreises bereits Anfang 2019. Damals wurde die vierte Etage des Gebäudes komplett erneuert. Nach und nach wurden auch die anderen Klassenräume im Zuge der energetischen Sanierung neugestaltet und umgebaut. Aufgrund der Größe der Schule wurden und werden die Sanierungen Stück für Stück auf die verschiedenen Gebäudekomplexe aufgeteilt. Dabei wurden unter anderem auch die Bäckerei und die Pflegeräume komplett erneuert.

Bei den Voruntersuchungen zur Erneuerung der Schule wurde schnell klar, dass zum einen der Brandschutz den aktuellen Bestimmungen angepasst werden muss und dass zum anderen die Räume der Verwaltung über die Jahre hinweg zu klein geworden sind. Der Verwaltungstrakt wurde deshalb um etwa die Hälfte vergrößert und an die Vorderseite des Gebäudes angebaut. Hier gibt es nun eine klarere Raumaufteilung, die durch die vielen Glaselemente viel Helligkeit und Transparenz in die Arbeitsräume bringen. Insbesondere wurden mehrere große und kleine Lehrerarbeitsräume sowie ein weiterer Besprechungsraum geschaffen.

Eine besondere Herausforderung war, das gesamte Gebäude barrierefrei zu erschließen. Es wurden mehrere Varianten erarbeitet, um alle vier Ebenen mit einem Aufzug zu erreichen.

Je nach Lichteinfall schillert die beigefarbene Fassade der Schule rot, grün oder blau. Foto: Lisa Laibach

Erbaut wurde die Eduard-Stieler-Schule im Jahr 1972, zwei Jahre später zogen die Schülerinnen und Schüler in das Gebäude. „Zwar wurden immer mal wieder Anpassungsarbeiten durchgeführt, energetisch war die Schule jedoch nicht auf dem neusten Stand“, erläutert Markus Reichel aus dem Fachdienst Gebäudemanagement des Landkreises Fulda. Sowohl die Fenster, als auch das Dach und die Fassade wurden deshalb komplett erneuert. Dafür wurden Modulcontainer auf dem Schulhof errichtet, sodass sechs Klassenzimmer ausgelagert werden konnten. „Einige Klassen hatten zwischenzeitlich keine Fenster, da sie ausgetauscht werden mussten. Deshalb haben wir uns für die Modullösung auf dem Hof entschieden“, fügt Reichel an.

Neben neuen Fenstern ist mittlerweile auch die große Dachfläche auf dem neuesten Stand, es wurde ein Raumlüftungskonzept erstellt und die Fassade erneuert. „Die Putzfassade war stark verwittert. Unser Ziel war es, eine langlebige und robuste Außenfassade an der Schule anzubringen“, betont Markus Reichel. „Deshalb haben wir uns für eine ganz besondere Metallfassade entschieden, die zum einen ein echter Blickfang ist und zum anderen keine weitere Unterhaltung benötigt, da sie absolut pflegeleicht ist.“ Die Fassade sieht aber nicht nur schön aus. Durch die energetische Sanierung der Gebäudehülle samt Fenstern, Fassade und Dach kann der jährliche Energieverbrauch um einen sehr großen Teil gesenkt werden, gibt Jürgen Obermeier, Leiter des Fachdienstes Gebäudemanagement, zu bedenken.

Geplant wurde die Sanierung durch das Architekturbüro Sturm und Wartzeck (Dipperz). Die Bauarbeiten an der Schule dauern noch bis 2022 an. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 6,5 Millionen Euro.

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